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Nachhaltige Geldanlage für Kinder – ETFs sind optimal

Nachhaltige Geldanlage für Kinder

Eine Geldanlage für Kinder ist DAS Investment überhaupt, bei dem du über nachhaltige Alternativen nachdenken solltest. Wenn die kleinen Racker erwachsen werden und das Geld von dir geschenkt bekommen, werden sie wissen wollen, wo es herkommt.

Möchtest du ihnen sagen, dass das Geld von Waffenfirmen, Kohlekraftwerken und Tabakkonzernen kommt?

Mit einer nachhaltigen Geldanlage kann man dazu beitragen, dass unsere Kinder eine saubere Umwelt, eine freie Gesellschaft und eine faire Unternehmenskultur vorfinden, wenn sie erwachsen werden.

In diesem Beitrag zeige dir alles, was du wissen musst, wenn du deinen Kindern mit Stolz und gutem Gewissen ein Geschenk überreichen willst, das ihnen den Sprung ins Erwachsensein erleichtert. Viel Spaß dabei!

Warum du unbedingt für Kinder Geld anlegen solltest

Warum für Kinder Geld anlegen

Egal welchen Lebensweg deine Schützlinge vor sich haben, ohne Geld wird es nicht gehen. Wäre es nicht schön, ihnen einen kleinen finanziellen Schubs mitzugeben? Er könnte den Unterschied ausmachen!

Starten wir mit einem Rechenbeispiel. Du wirst schnell merken, warum es so unglaublich wertvoll ist, für deine Kinder, Nichten, Neffen oder Patenkinder etwas zur Seite zu legen. Das Zauberwort heißt Zinseszinseffekt und das entscheidende ist der Anlagehorizont.

Die wertvollste Ressource, die Kinder haben, ist Zeit.

Die Summen sind anfangs schwer zu glauben. Du kannst es aber gerne mit diesem Zinsrechner nachrechnen.

Wie du siehst, kommen bereits mit 18 Jahren nette Beräge zusammen, die mehr als nur den Führerschein abdecken. Lässt man das Ganze bis zur Rente laufen, kann man die Kids schon heute mit minimalen Sparraten fürs Alter absichern (Stichwort Rentenlücke).

Faszinierend finde ich auch, dass es kaum einen Unterschied macht, ob ab dem 18. Lebensjahr weiter eingezahlt wird oder nicht. Den Grundstein legst du hier und heute! Die ersten Jahre sind die wichtigsten.

Der Löwenanteil kommt durch die Zinserträge.

Wer sich jetzt fragt, wo man heute noch so hohe Renditen herbekommt? Die Antwort lautet: mit Aktien-ETFs. Über die letzten 100 Jahre haben Aktien nominell ca. 8,5 % Rendite pro Jahr erwirtschaftet. Bereinigt um die Inflation kommt man auf ca. 5,3 % pro Jahr echtes Kaufkraftwachstum.

Inflationsbereinigt

Wenn man mit 5,3% statt 8,5% rechnet, bedeutet das, dass man am Ende zwar 709.436 € auf dem Konto hat (nominell), man dafür aber nur noch Dinge kaufen kann, die heute 95.460 € kosten. Geld verliert mit der Zeit an Wert. Deshalb würde ich immer konservativ mit 5,3 % rechnen.

Welche Geldanlagen sind für Kinder wirklich sinnvoll?

Geldanlegen bedeutet, Geld für sich arbeiten zu lassen. Festgeldkonten, Bausparverträge oder Sparbücher kann man vergessen. Die Zinsen sind einfach zu niedrig. Vernünftige Rendite erwirtschaftet man nur mit Aktieninvestments (mal von anderen Anlageklassen wie Immobilien abgesehen).

Bevor du jetzt davonläufst, sei versichert: Heutzutage gibt es leicht verständliche, kostengünstige und risikoarme Produkte, wie z. B. ETFs, bei denen dich kein Bankberater über den Tisch ziehen kann. Du brauchst also keine Angst vor einer ach so komplexen Börse zu haben.

Bringt man einen ausreichend großen Anlagehorizont mit und achtet auf eine vernünftige Diversifikation, ist das Risiko überschaubar. Nach 10-15 Jahren war man bis auf wenige Ausnahmen in der Börsengeschichte immer im Plus.

Warum empfehle ich ETFs für die Geldanlage für Kinder?

ETFs sind extrem günstige Investmentprodukte, die man heute bei vielen Onlinebrokern unkompliziert und automatisiert kaufen kann. Viele ETFs bilden große Bereiche der Weltwirtschaft ab und enthalten hunderte oder gar tausende Unternehmen. Das ermöglichst dir, schon mit 1-2 Produkten ein gut diversifiziertes Portfolio aufzubauen.

Vorteile von ETFs im Überblick:

  • Geringe laufende Kosten
  • Günstiger oder kostenloser Kauf
  • Gute Diversifikation
  • Passiver Ansatz ohne Fondmanager
  • Automatisierte Sparpläne
  • Viele nachhaltige Varianten erhältlich

Gerade bei kleineren Summen sind die Kosten ein wichtiger Faktor. Da habe ich weiter unten noch ein paar wertvolle Tipps für dich.

Was ist dieses passive Investieren?

Das absolute Proargument, warum ich ETFs und nicht irgendwelche aktiven Fonds empfehle, ist der passive Investmentansatz. Hier schaut kein Fondmanager in seine Glaskugel und versucht zu erahnen, welche Aktien sich in 5-10 Jahren am besten schlagen.

Wer weiß schon, wie die Welt aussieht, wenn unsere Kinder erwachsen werden (oder gar in Rente gehen)? In einem MSCI World ETF sind alle großen bis mittleren Unternehmen aus allen Industriestaaten der Welt enthalten und das neutral nach Marktkapitalisierung gewichtet.

Breit gestreute ETFs liefern eine optimale Balance zwischen Risiko und Rendite.

Diese Anlagestrategie ist auf lange Sicht bombensicher. Wenn du dir mit einem Emerging Markets ETF noch die Schwellenländer ins Depot holst, bildest du fast 90 % der Weltwirtschaft ab. Die arbeitet dann für deine Kinder, lange bevor sie selbst aktiv daran teilnehmen, und du kannst dich entspannt zurücklehnen. Die Weltwirtschaft wird nämlich so schnell nicht pleite gehen.

Nachhaltige ETFs als Geldanlage für Kinder

Nachhaltige ETFs für Kinder

Das geniale an ETFs ist, neben ihren soliden Rendite- und Risikokennzahlen, dass es mittlerweile ein großes Angebot nachhaltiger Varianten gibt. Wie man sein Geld investiert, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Dieser Blog ist keine Anlageberatung. Aber wenn du Geld für Kinder anlegst, solltest du einen wichtigen Aspekt im Auge haben. Spätestens seit Fridays for Future wissen wir, dass sich die nächste Generation sehr intensiv damit befasst, wie wir Erwachsenen mit ihrem Planeten umgehen.

Wenn du einem Kind eine größere Summe schenkst, was sagst du ihm dann, wo die herkommt?

Der Klimawandel wird einschlagen wie eine Bombe. Ob wir das 2-Grad-Ziel erreichen oder nicht. Da braucht sich keiner Illusionen zu machen. Selbst im Best-Case-Szenario wird die Welt von Morgen eine andere sein.

Außerdem spielen Diversität, Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und viele andere Aspekte der Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Die Menschen von Morgen werden (da bin ich optimistisch) freier und gleichberechtigter leben als heute.

Wann genau sich welche Entwicklungen manifestieren, kann natürlich keiner sagen. Aber ich finde eine nachhaltige Geldanlage für Kinder, die auf die Themen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung achtet, einfach nur logisch.

Nachhaltige ETFs machen das mit ausgeklügelten Filtern und Auswahlverfahren, die dafür sorgen, dass die enthaltenen Firmen hohe ethische und moralische Standards erfüllen. Das Konzept heißt übrigens ESG und steht für environmental, social und corporate governance.

So funktionieren nachhaltige ETFs

Nachhaltige ETFs für Kinder - Beispiele

ETFs von MSCI veranschaulichen gut, wie das Ganze funktioniert. Während in einem MSCI World noch alle mittelgroßen bis großen Unternehmen der Industrieländer enthalten sind, wird bei den nachhaltigen ETFs aussortiert.

Der MSCI World ESG Screened filtert vor allem Unternehmen mit kontroversen Geschäftsmodellen heraus. Das sind z. B. Atomwaffen, Tabak und Thermalkohlekraftwerke. Der ESG Leaders ETF geht einen Schritt weiter und sortieren die Unternehmen nach dem sogenannten Best-in-Class-Ansatz. Nur die besten 50% der Unternehmen eines jeweiligen Sektors kommen in den ETF. Bei den SRI-Varianten sind es sogar nur 25%.

Vom Best-in-Class-Ansatz bin ich übrigens ein echter Fan. Was genau dahinter steckt, kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

Bevor wir zu konkreten Sparplan-Beispielen kommen, ein paar Tipps. Entscheidend ist vor allem, wofür du eigentlich sparst.

Praxistipps für die nachhaltige Geldanlage für Kinder

Investitionen an der Börse sind keine Geldanlagen mit festen Zinsen. Je nach Sparziel und Summe, können sich daraus Schwierigkeiten ergeben.

Die Börse schwankt und darauf musst du vorbereitet sein.

Nachhaltig Geld anlegen als zukünftige Altersvorsorge

Planst du, dem Kind nicht Geld sondern ein Depot zu schenken, brauchst du dir um einen Börsencrash im Moment der Schenkung keine Sorgen zu machen. Die Aktien oder ETFs werden (hoffentlich) erst viel später verkauft. Der wichtigste Aspekt ist hier die Wahl des Depots.

Depot auf den eigenen Namen oder Kinderdepot?

Beide Varianten müssen gegeneinander abgewogen werden.

Vorteile eines Depots auf den eigenen Namen:

  • Kontrolle über das Geld
  • Selbstständige Wahl des Schenkungszeitpunkts

Vorteile eines Kinderdepots:

  • Steuerersparnis
  • Geld gehört sicher dem Kind

Je nachdem, wie sehr du dir selbst und deinem Finanzmanagement traust, könnte es ratsam sein, das Geld außerhalb deiner Reichweite anzusparen. Dort wäre es nicht nur vor deinem Zugriff sondern auch vor Gläubigern im Falle einer Insolvenz sicher. Auf der anderen Seite könnte es aber auch eine gute Idee sein, Kontrolle darüber zu haben, wann das Geld dem Kind (bzw. jungen Erwachsenen) zur Verfügung steht.

Mit 18 sind viele in einer wilden Phase ihres Lebens.

Vermutlich wirst du zum heutigen Zeitpunkt nicht abschätzen können, ob dein Schützling mit 18 Jahren ein Jungunternehmer, Weltenbummler oder Drogenabhängiger sein wird. Ich hoffe natürlich das Beste, aber ich persönlich spare sicherheitshalber auf meinen Namen.

Achtung: Falls du auf deinen Namen sparst, empfehle ich dir, ein separates Depot zu eröffnen. Das macht die Sache übersichtlicher und einfacher, wenn du die Investments später auf das Kind übertragen möchtest.

Die Sache mit den Steuern

Die steuerlichen Aspekte sprengen zwar eigentlich den Rahmen, aber ich möchte dir ein paar Stichpunkte mit auf den Weg geben. Was Details angeht solltest du dich aber von einem Experten zu aktuellen Regeln und Gesetzen beraten lassen.

Kinder haben genauso wie du oder dein(e) Partner(in) einen Steuerfreibetrag von aktuell 801 €. Wenn man ein Kinderdepot nutzt und auf ausschüttende ETFs setzt, kann man also ordentlich Steuern sparen. Ausgeschüttete Dividenden sind dann steuerfrei und können je nach Broker automatisch und teils kostenlos wieder angelegt werden. Später werden darauf dann keine Steuern mehr fällig.

Wenn man selbst spart und das Depot erst später dem Kind überträgt kann man es als Schenkung deklarieren und auf diese Weise Steuern sparen. Allerdings werden die Steuern trotzdem fällig, wenn die ETFs irgendwann verkauft werden. Die Steuern werden also nur gestundet, was zwar unterm Strich positiv ist, aber nicht ganz so viel bringt wie die Ausnutzung des Steuerfreibetrags übers Kinderdepot.

Hinweis: Wenn es nicht deine eigenen Kinder sind, solltest du dich am besten mit den Eltern absprechen. Vor allem, wenn es um Steuerfreibeträge, usw. geht. Allerdings sollte man es nicht zu kompliziert machen, wenn es nur um 10€ im Monat geht.

Nachhaltig Geld anlegen für das Studium

Laut Verbraucherzentrale kostet „ein durchschnittliches Bachelorstudium von 3 bis 4 Jahren zwischen 26.000 und 35.000 Euro Unterhalt“. Das sind 700-1000€ pro Monat, die vermutlich die wenigsten mal eben aus dem laufenden Gehalt stemmen können.

Bafög und Nebenjob können den Betrag reduzieren, eine teure Studentenstadt aber auch erhöhen. Wer sich dieser Situation als Eltern nicht völlig ausgeliefert sehen will, sollte auch hier entsprechend vorsorgen.

Das muss nicht unbedingt den kompletten Betrag umfassen. Aber ein Polster von knapp 18.000€ wäre eine gute Basis, die man mit gerade mal 50€ im Monat aufbauen könnte (bei 5,3 % Rendite, also schon inflationsbereinigt).

Da es hier um Unterhalt geht, solltest du vermutlich ein eigenes Depot besparen. Die Beträge sind außerdem so groß, dass der Anspruch auf Bafög verfallen würde, wenn das Geld offiziell dem Kind gehört. Der Freibetrag für das Wintersemester 20/21 lag beispielweise bei 8.200 €.

Wichtig: Da hier nicht für irgendwann mal sondern für einen konkreten Zeitpunkt gespart wird, muss man sich auf Schwankungen an der Börse vorbereiten. Beim Studium ist das nicht ganz so kritisch wie beim Führerschein, da nicht gleich alles Geld am Anfang gebraucht wird. Tipps, wie du damit umgehst, findest du daher im nächsten Kapitel.

Nachhaltig Geld anlegen für den Führerschein
Nachhaltig Geld anlegen für den Führerschein

Autofahren gehört für viele zum Erwachsenwerden dazu. Ist der Zeitpunkt gekommen, muss die Kohle für den Führerschein her und das können gerne mal 2.000€ sein. Da der Zeitpunkt fix ist, ist der Ärger groß, wenn ausgerechnet dann die Aktienkurse im Keller sind. Dein Schützling wird mit dem Führerschein kaum warten wollen.

Also doch lieber mit dem Sparbuch sparen? Das wäre jammerschade, denn es gibt bessere Optionen.

Geld vorher umschichten

Wenn du bereit vor dem 18. bzw. 17. Lebensjahr anfängst, deine Investments Schritt für Schritt auf eine sichere Anlage umzuschichten, kann dich ein Börsencrash nicht schocken. Verkaufe dafür bei hohen Kursen und lege das Geld auf ein Sparkonto. Natürlich geht dabei Rendite verloren, aber so kann auf den letzten Metern nichts mehr schiefgehen.

Geld vom Cash-Bestand verwenden

Die Kosten für einen Führerschein sind trotz allem ein überschaubarer Betrag. Je nach finanzieller Situation kann es sein, dass du solche Summen notfalls auch anderweitig aufbringen kannst. Stehen die Kurse schlecht, kannst du die Investments einfach weiterlaufen lassen.

Ich würde mir in so einem Fall ausrechnen, wie groß die Summe bei einer durchschnittlichen Rendite von 8,5 % gewesen wäre und diesen Betrag von meinen Barbeständen nehmen und verschenken. Hast du größere Summen gespart, könnte das schwierig werden, aber für den Führerschein könnte es reichen.

Beispielsparpläne für Kinder

Sparraten für Kinder sind in der Regel kleiner als die für die eigene Altersvorsorge. Einmalkäufe lohnen sich da nicht. Es kommen also nur ETFs infrage, für die Sparpläne angeboten werden. Das macht das Sparen auch deutlich unkomplizierter, vor allem, wenn man für mehrere Kinder spart.

Einmal eingerichtet, läuft alles automatisch.

Ein Tipp vorweg: Mache die Portfoliokonstruktion nicht zu kompliziert. Wichtig ist, dass du überhaupt investierst. Ein Prozent mehr oder weniger Rendite, weil man doch auf den falschen ETF gesetzt hat, ist bei kleineren Summen kein Weltuntergang.

Endbetrag nach 18 Jahren, bei einer Sparrate von 25 € pro Monat (= 5.400 € eingezahlt):

  • Sparbuch mit 0,1 % Zinsen: 5.449 €
  • ETF mit 8,5 % Rendite: 12.340 €
  • ETF mit 7,5 % Rendite: 11.138 €
Sparsumme unter 50 € pro Monat (Beispieldepot)
Nachhaltige Geldanlage für Kinder (Beispiel unter 50 EUR)

Amundi MSCI World ESG Leaders Select UCITS ETF DR (C)

Index: MSCI World ESG Leaders Select 5% Issuer Capped

ISIN: LU2109787122; TER: 0,18 %

Die Ordergebühren sind heutzutage zwar niedrig, aber selten null. Wenn man kleinere Summen spart, wie ich z. B. für meine Neffen und Patenkinder, macht es wenig Sinn, mehrere ETFs zu kaufen. Bei 1€ Gebühr und einer Sparrate von 25€ sind gleich mal 4% futsch.

Eine solide Strategie ist, auf Industrieländer zu setzen. Hier kommen nachhaltige MSCI World Varianten oder Produkte der Konkurrenz wie der FTSE Developed ESG oder der Dow Jones Sustainability World infrage.

Solltest du unbedingt Schwellenländer im Depot haben wollen, könntest du einen Blick auf den MSCI ACWI SRI Low Carbon Select werfen. Allerdings ist der Anteil der Emerging Markets mit ca. 10% recht klein. Außerdem ist der ETF durch das Euro-Hedging vergleichsweise teuer (TER = 0,33%). Da würde ich lieber durch Einmalkäufe einen richtigen Schwellenländer-ETF zukaufen (ab und an, wenn mal etwas Geld über ist).

Tipp: Bei sehr kleinen Beträgen, wie z. B. 10€ pro Monat, könntest du einen ETF-Sparplan einrichten, der quartalsweise ausgeführt wird. 10€-Sparraten unterstützen viele Broker nämlich nicht.

Sparsumme von 50 bis 200 € pro Monat (Beispieldepot)
Nachhaltige Geldanlage für Kinder (Beispiel 50-200 EUR)

iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (Acc)

Index: MSCI World SRI Select Reduced Fossil Fuels

ISIN: IE00BYX2JD69; TER: 0,20 %

iShares MSCI EM SRI UCITS ETF

Index: MSCI Emerging Markets SRI Select Reduced Fossil Fuels

ISIN: IE00BYVJRP78; TER: 0,25 %

Liegt deine Sparrate um die 100€, macht es schon mehr Sinn, eine klassische Kombination aus Industrie- und Schwellenländern zu wählen. Welche nachhaltigen ETFs du nimmst, sollte vor allem davon abhängen, welche Nachhaltigkeitskriterien deinen moralischen Wertvorstellungen entsprechen.

Da du mit zwei ETFs breiter streust, kannst du so z. B. strengere Nachhaltigkeitskriterien kompensieren. Die oben gezeigten SRI-ETFs enthalten zum Beispiel gemeinsam ähnlich viele Unternehmen wie ein MSCI World ESG Leaders ETF.

Sparsumme ab 200 € pro Monat (Beispieldepot)
Nachhaltige Geldanlage für Kinder (Beispiel ab 200 EUR)

HSBC Developed World Sustainable Equity UCITS ETF USD

Index: FTSE Developed ESG Low Carbon Select

ISIN: IE00BKY59K37; TER: 0,18 %

HSBC Emerging Market Sustainable Equity UCITS ETF USD

Index: FTSE Emerging ESG Low Carbon Select

ISIN: IE00BKY59G90; TER: 0,18 %

CSIF (IE) FTSE EPRA Nareit Developed Green Blue UCITS ETF B USD

Index: FTSE EPRA Nareit Developed Green

ISIN: IE00BMDX0K95; TER: 0,25 %

Hier kommen wir in Regionen, die manch einer für sich selbst und seine Altersvorsorge spart. Es spricht absolut nichts dagegen, es bei zwei ETFs zu belassen. Manch einer hätte aber gerne noch eine Beimischung im Depot. Hier bieten sich z. B. Small Cap ETFs oder ein Immobilien-ETF an.

Solltest du dich für Immobilien-ETFs interessieren, hab ich diesen Artikel für dich. Dort habe ich mir angeschaut, ob diese ETFs mit der Nachhaltigkeit von Aktien-ETFs mithalten können.

Fazit

Nachhaltig investieren für Kinder

Kinder benötigen unsere Unterstützung. Für einen guten Start ins Leben benötigen sie neben Liebe, Halt und Ausbildung auch die nötigen finanziellen Mittel. Das kann Geld für den Führerschein, eine Weltreise oder der Grundstein für die Altersvorsorge sein. Natürlich müssen junge Erwachsene lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, aber von einem rundum Sorglos-Paket reden wir auch gar nicht.

Bereits mit geringen monatlichen Beträgen lassen sich über einen Zeitraum von 18 Jahren selbst größere Ausgaben wie der Unterhalt eines Studiums zusammensparen. Diese Chance sollten sich Eltern, Paten, Onkel und Tanten nicht entgehen lassen (Großeltern gerne auch!).

Wer eine nachhaltige Geldanlage für seine Kinder wählt, kann ihnen mit gutem Gewissen ein hübsches Sümmchen überlassen. Nachhaltige ETFs eignen sich dafür meiner Meinung nach besonders gut. Man kann aus vielen Varianten wählen, die kostengünstig, transparent und breit diversifiziert sind. Wer weiß schon, wie die Welt aussieht, wenn unsere Schützlinge erwachsen werden?

(Mehr zum Thema nachhaltige ETFs in meinem ausführlichen Einsteiger-Guide)

Viel Erfolg beim Sparen!

Nachhaltige Grüße

Nachhaltige Grüße
Christian Kontakt

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